Högis Dungeon

Und jetzt erst recht!

Low on Power

Puh, du meine Güte, diese Hitze! Wo ist ein kühler dunkler Keller wenn man einen braucht? Wo ist das Dungeon das ich so bitter nötig habe!

Nein im Ernst, diese Hitze ist der Tod für meine Kreativität, ich bin antriebslos und gereizt zugleich, eine furchtbare Kombination. Wie dem gemeinen Leser sicher aufgefallen ist halte ich selten etwas Privates schriftlich fest hier, nur finde ich es fair meinen Lesern gegenüber zu erfahren was denn los ist.

Schreibfaul war ich ja schon immer, keine Frage. Meist bedurfte es der richtigen Motivation/Situation mich zum Schreiben zu animieren. Doch die letzten 1 3/4 hat meine Blogging-Rate rapide abgenommen, ebenso die qualitativ hochwertigen Wiki-Beiträge sind ausgeblieben. Was hat sich also geändert? Immerhin ist meine Webpräsenz noch vorhanden, also muss weiterhin jemand für den Server zahlen, so schlimm kann es also nicht sein.

Das unbekannte Übel nennt sich “Berufsleben” und – oh mein Gott – was nimmt es mich in Anspruch. Wer mich etwas besser kennt weiß welcher unglückliche Tor den fatalen Fehler gemacht hat mich einzustellen, daher werde ich den Firmennamen nicht erwähnen (besser keine Werbung als schlechte Werbung), sonst könnte ich womöglich noch mit gewissen Gräueltaten in Verbindung gebracht und verklagt werden (man weiß ja nie).

Spaß beiseite, im Oktober des Jahres 2012 endete für mich eine Reise ohne festes Ziel, eine Zeit mit höchsten Höhen und tiefsten Tiefen, die eine geplagte Seele prägen. Meine Hochzeit im Sinne des Wirkens für die Linux-Community erstreckte sich witziger weise über meine Ausbildungszeit in der Schule, was – jetzt wo ich zurückdenke – ziemlich einfach erklärt ist: für Dinge die mich begeisterten musste ich nie lernen und für welche die ich nicht verstand oder als sinnlos empfand habe ich nicht gelernt :wink: Somit blieb viel Zeit sich mit all den wunderbaren Spielzeugen zu beschäftigen die die IT zu bieten hat. Vom Erfolgserlebnis der ersten laufen virtuellen Maschine bis zum eigenen Mail-Server, der noch bis heute anstandslos seine Dienste verrichtet. Und wisst ihr was? Ich bereue nichts! Das exzessive Eigenstudium war das Sprungbrett in die wahnwitzige Welt der Gesundheits-IT in der ich nun umherwandle. Und ich genieße es. Natürlich, es wäre gelogen zu behaupten, es gäbe nur schöne Zeiten und Erfolge, doch ohne Tiefen keine Höhen bzw. lernt man sie dann erst zu schätzen.

Was ich denn nun genau mache? Das ist der Punkt: ich kann es nicht – zumindest einfach – beschreiben. Ich beschäftige mich zwangsläufig (und weil es mich nach wie vor interessiert Neues kennen zu lernen) mit den unterschiedlichsten Richtungen der IT: Virtualisierung, VMware, Windows, Linux, Active Directory, Webserver, Proxys, Exchange und andere Mailserver, Windows Deployment, Drucker, WSUS, Schnittstellen, Klinische Systeme, Netzwerke, … Ich habe überall meine Nase drin :lol: Natürlich bin ich auf gewisse Produkte bzw. Bereiche stärker spezialisiert als andere, doch vertrete ich die Meinung dass man nie genug über seine Umgebung in Erfahrung bringen kann. Ich plane, implementiere und betreue Umgebungen, auf denen Softwarehersteller ihre Produkte den Kunden bereitstellen können sowie gewisse Dienste des IT-Alltags (Mailing, Groupware, Berechtigungskonzepte usw.) und ich mache es gut wenn ich mir das Eigenlob erlauben darf.

Die Essenz dieses viel zu langen und viel zu wirr verfassten Beitrags:

  • Folge deiner Intuition, nicht den (aufgezwungenen) Meinungen anderer
  • Starte so früh wie möglich ins Berufsleben, Erfahrung überwiegt Theorie meiner Meinung nach bei weitem
  • Nach einer dunklen Phase folgt zwangsläufig ein Aufschwung, man muss ihn nur abwarten können
  • Neue Kontakte sind aus Prinzip als inkompetent anzusehen (gut, nicht gerade ein aufbauender Ratschlag aber wie gesagt, Erfahrung…)
  • Werde bloß nicht Programmierer
    • Wenn doch: setze dich mit der Infrastruktur auseinander die du benutzt und meide Java wie die Pest!
  • Leg dir keinen vServer zu wenn du nicht weißt was du tust!
  • UM HIMMELS WILLEN KEIN JAVA!

OK ich schweife ab, wie dem auch sei. Ich hoffe mich bald wieder etwas aufraffen und über interessantere Dinge schreiben zu können als Leere oder Artikel wie diese. Du bist noch da? Gut, dann: man liest sich!